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Meine |
Ich kam am 23. September 1998 in Kazan in Russland zur Welt. Meine russische Züchterin Rosa hatte sich vom örtlichen Boxer-Club überreden lassen, unsere Mama Uta decken zu lassen.
Mit 6 Wochen kam dann der erste Schock - 3 Schwestern und 1 Bruder wurden "aussortiert", damit unsere Mama besser für uns sorgen konnte. Wie ich selbst erst vor einiger Zeit erfahren habe, leben sie noch alle.Dann, als es Zeit war, unser Elternhaus zu verlassen, fand Rosa keine Familien für uns 2 Jungs und 3 Mädels. Sie hatte Zeitungsanzeigen aufgegeben, aber selbst geschenkt wollte uns keiner. In ihrer Not schickte sie eine eMail an Tigers Frauchen, vermutlich, weil Tiger selbst ein geretteter Boxer ist. In dieser Mail schilderte sie ihr Dilemma und sie schrieb auch, daß sie nicht mehr lange in der Lage sei, uns zu halten. Sie lebe in einer kleinen Wohnung und hätte schon Ärger mit den Nachbarn. Sie betonte immer wieder, daß sie keinen Pfennig haben wolle, aber: "Rettet meine Babys!"
Tigers Frauchen informierte Dulas und mein Frauchen und gemeinsam beschlossen sie, daß wir ausgeflogen werden mussten. Ich will hier gar nicht von den vielen, vielen Schwierigkeiten erzählen, denen unsere Frauchen gegenüber standen (schließlich war es ja nur eine "Privat-Initiative"!), und auch die Kostenfrage mußte geklärt werden.
Dann die Suche nach neuen Eltern, denn wir sollten ja nicht in einem deutschen Tierheim landen ... Kaum hatten sie eine Zusage, sprang jemand anderes ab! Und von vielen renommierten Tierschutz-Organisationen bekamen sie auch nur Absagen. So hat allein mein Frauchen sich anhören müssen: "Und wenn die Blutlinie nicht ins deutsche Zuchtprogramm paßt?" und "Jaaa, wenn die Welpen schon in Deutschland wären!"Fängt denn Tierschutz an der Grenze an?
Einzig die "Franz von Assisi"-Stiftung erklärte sich sofort bereit, den Transport von Zweien von uns zu finanzieren.
Und zwischendurch immer neue Probleme: Impfungen, Tätowierungen, Gesetze, Bestimmungen undundund ...Zwischenzeitlich hatte Rosa einen meiner Brüder in Kazan verschenkt, so daß feststand, wir kommen zu Viert! Aber - wir hatten nur 3 Familien. Nach einer schlaflosen Nacht und langen Diskussionen mit Herrchen ging mein Frauchen zu "unserem" Tierarzt und fragte ihn um Rat und - er riet ihr, ihrem 10jährigen Rüden Ursus doch eine kleine Schwester zu holen. Er meinte, Ursus würde damit wohl von seinen Altersbeschwerden abgelenkt. Bingo - wir hatten 4 Familien!
Dann kam der 15. Januar 1999. Ehrlich gesagt, für mich ein schrecklicher Tag! Rosa hatte uns wegen der Kälte in Russland (ca. -20 ºC) kleine Mäntelchen genäht. Wir haben uns sehr gewehrt, aber wir mussten sie anziehen. Dann kamen wir zu Zweit in solch einen Kennel - schreckliche Dinger! Unsere Kisten wurden in's Flugzeug gepackt und los ging's. Nach der Ankunft mußten dann noch viele Formalitäten erledigt werden, bis am frühen Abend Tigers und mein Frauchen uns endlich in Empfang nehmen konnten. Sie wußten zu jenem Zeitpunkt immer noch nicht, wie wir aussehen - sie wußten nur, daß wir in Russland keine Überlebens-Chancen hatten!
| Unsere neuen
Familien standen schon seit Stunden da und warteten auf uns!
Ja, und dann holten
sie uns heraus und - ein bißchen peinlich war's uns schon - da standen
lauter weinende Leute vor uns! "Ogottogott!" und "Nein,
was sind die schön!". |
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Leider hat er mich nach nur 2 Tagen durch einen Schlaganfall verlassen! Und obwohl ich ihn nur kurze Zeit kannte, so liebte ich ihn doch und er fehlt mir. Aber in der Nacht, in der er auf seine Erlösung wartete, da hab' ich mich ganz eng an ihn gekuschelt und ihm versprochen, gut auf "unsere" Familie aufzupassen!
Bessi